Wie hält man einen guten Kurzvortrag?

Von einem Kurzvortrag spricht man bis zu einer Vortragsdauer von 15 Minuten. Die Fähigkeit zur Vorbereitung und zur Präsentation eines Kurzvortrags lässt sich üben. Man muss kein Genie sein um, um seine Sache gut zu machen. Einen Kurzvortrag halten zu können: Das ist eine Schlüsselqualifikation, die in allen Schulfächern, in jeder weiterführenden Schule, im Beruf, im Verein oder in anderen Organisationen und in der Universität von grundlegender Bedeutung ist.

Worauf kommt es bei einem Vortrag an?

In einem Vortrag geht es darum, Informationen, die man erarbeitet hat, einer Zielgruppe zu vermitteln. Ein guter Vortrag zeichnet sich besonders durch zwei Merkmale aus:

  1. Verständlichkeit (Das betrifft den Inhalt des Vortrags.)
  2. Anschaulichkeit (Das betrifft die Art der Darstellung.)

Die Vorbereitung des Kurzvortrags

Nach der Entscheidung für ein Thema kannst du dich an den folgenden zehn Schritten orientieren:

Checkliste

  1. Thema des Vertrags genau formulieren und gezielt auf Informationssuche gehen
  2. Lesen des Materials und Suche nach weiteren Materialien, die zum Thema passen
  3. Bearbeiten des Materials (Schlüsselbegriffe herausschreiben, wichtige Informationen sammeln und notieren, Unbekanntes klären)
  4. Informationen zum Thema gezielt sammeln
  5. Aus der Sammlung die Informationen auswählen, die zum Verständnis des Themas unverzichtbar sind
  6. Informationen gliedern
  7. Vortrag in Einleitung, Hauptteil und Schluss einteilen
  8. Einen Stichwortzettel erstellen
  9. Vortrag einmal üben (zum Beispiel in einer Gruppe)
  10. Eventuell kürzen und noch einmal überarbeiten

Die Präsentation des Kurzvortrags

Es gibt viele verschiedene Arten, wie man einen Vortrag vor einer Gruppe halten kann. Jeder sollte die Art finden, die zur eigenen Person am besten passt. Darüber hinaus gibt es Regeln, die erlernbar sind und die immer dabei helfen, dass man seine Vortragsziele erreicht.

Wichtig ist, dass die oder der Vortragende gut vorbereitet ist, weil das Publikum sehr schnell merkt, ob jemand von der Sache, über die gesprochen wird, etwas versteht. Darüber hinaus sollte der Vortrag gut verständlich sein, lebendig gestaltet werden und möglichst mit zusätzlichen Medien, wie einer Folie, einem Plakat, einem Schaubild einem Tafelanschrieb einer Mind-Map oder über den Beamer optisch unterstützt werden.

Stichwortzettel

1. Einleitung: Thema klar formulieren, Bedeutung des Themas deutlich machen

2. Hauptteil: Überblick über die einzelnen Punkte

3. Schlussteil: Kurze Zusammenfassung geben Vortrag mit einem interessanten Gedanken beenden

 

Die vier "Interessantmacher":

1. gute Vorbereitung

2. Verständlichkeit

3. Lebendigkeit

4. Anschaulichkeit


aus: Wolfgang Mattes, Methoden für den Unterricht, (c) 2002 Schöningh
Verlag, Paderborn