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Zur Geschichte des ALZ


Aufarbeiten von Rollen
Im Zeitraum von 1950-1965 gab es das Fach UTP (Unterrichtstag in der Produktion). Dieses Fach wurde mit der ganzen Klasse in einem Betrieb durchgeführt. Die Schüler der Burger Schule hatten diesen Unterricht in der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft Spreewaldperle und wurden von Herrn Blume und seinen Kollegen betreut. Herr Blume erzählte uns, dass es sehr schwierig war, geeignete Aufgaben für 20-25 Schüler zu finden.
Mit der Entwicklung von neuen Lehrplänen wurden ca.1965 die Fächer ESP und PA eingeführt. Die Burger Schüler fuhren um 1970 nach Vetschau ins Kraftwerk. Der PA-Unterricht (Produktive Arbeit) wurde so gestaltet, dass die Schüler der 7. und 8.Klasse den so genannten Kabinettunterricht durchführten. Dabei erlernten sie vor allen Dingen Fähigkeiten zur Metallbearbeitung.
   

Herstellung von Gehwegplatten
Das Polytechnische Zentrum des Kraftwerkes Vetschau hatte eine zu hohe Auslastung. Da es außerdem zum Kreis Calau gehörte, musste für die Schulen des nordwestlichen Bereiches des Kreises Cottbus-Land ein neues Polytechnisches Zentrum her. Durch den Kreis wurde Burg als Standort ausgewählt und der Betrieb VEB Bau Cottbus-Land konnte als Trägerbetrieb gewonnen werden.

Für die Schulen Burg, Werben, Briesen und Krieschow entstand 1975 das heutige Arbeitslehrezentrum. Zur Finanzierung dieses Polytechnischen Zentrums wurde eine Ausbildungsgemeinschaft gegründet der z.B. folgende Betriebe angehörten: HWD Kolkwitz, LPG Spreewaldgemüse Burg und andere.
Das neu errichtete Polytechnische Zentrum war zur damaligen Zeit auf das modernste ausgestattet. Es gab Fachkabinette für den ESP- und den PA Unterricht.
Wie schon erwähnt, setzten sich die Schüler in PA mit der Metallbearbeitung auseinander. Das geschah hier im Haus im neu eingerichteten Metallkabinett durch Herrn Gollasch und Herrn Kühne. Die Schüler stellten z.B. Gewindehülsen her, sie montierten bzw. demontierten Bockräder.
In der 9. Klasse konnten die Schüler je nach Berufsvorstellung zwischen der Bau- und Landvariante wählen.

In der Landvariante führten die Schüler den PA Unterricht zum großen Teil in der damaligen LPG Spreewaldgemüse durch. Es gab insgesamt 3 Objekte die zum großen Teil selbständig von den Schülern bearbeitet wurden.  Das waren die  Jungpflanzenaufzucht verschiedener Kohlsorten, die Aufzucht und Pflege von Chrysanthemen und die Aufzucht, Pflege und Ernte von Tomaten.
In der Bauvariante fertigten die Schüler unter der Anleitung von Herrn Hockwin und Herrn Bramer z.B. Gehwegplatten, Hohlblocksteine und Fensterstürzen an.
1991 wurde das Objekt des damaligen Polytechnischen Zentrums durch den Betrieb VEB Bau Cottbus-Land der Gemeinde Burg überlassen.

Nach der Wende

Nach der Wende wurde im brandenburgischen Schulwesen die Gesamtschule eingeführt. Das hatte zur Folge, das aus den Fächern ESP (Einführung in die sozialistische Produktion) und PA (Produktionsarbeit), dass Fach Arbeitslehre entstand.
Für alle Schüler von der 8 bis 10 Klasse der Gesamtschule Burg findet der regulären Arbeitslehreunterricht im Arbeitslehrezentrum Burg statt, ebenso für die Schüler der Gesamtschule Briesen. In den Klassenstufen 8 bis 10 ist das Fach Arbeitslehre ein Pflichtfach, an dem alle Schüler teilnehmen müssen. Folgende Unterrichtsthemen sind in den entsprechenden Jahrgangsstufen Schwerpunkte:

Klasse 8: - dort erlernen die Schüler das Technische Zeichnen und sammeln Erfahrungen im Maschinenbau und Elektrotechnik.

Klasse 9: - dort erlangen sie Kenntnisse in Vorbereitung auf das Berufsleben. Besondere Schwerpunkte sind  das Schülerbetriebspraktikum, die Vertiefung der Kenntnisse der Elektrotechnik und  erste Einblicke in die soziale Marktwirtschaft.

Klasse 10: - hier erfahren sie viel über Energie und Umwelt und auch zur Automatisierungstechnik; sie erwerben Kenntnisse über die Grundlagen der Wirtschaftslehre.

Durch die Einordnung in die Gesamtschulstruktur besteht für die Schüler die Möglichkeit im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts das Fach Arbeitslehre zu wählen. Dieses Fach ist vorrangig praktisch und berufsorientiert ausgerichtet und bietet  vielfältige Möglichkeiten.
Im Wahlpflichtfach 1 können die Schüler verschiedene Bereiche des Fachs Arbeitslehre behandeln. Zum Beispiel können sie in den Holz- und Metallbau Einblicke erlangen, wo sie viel über den Modellbau erlernen können. Im Bereich der Hauswirtschaft haben sie die Möglichkeit, Hausarbeiten wie Kochen und Nähen näher kennen zulernen und mit theoretischem Hintergrundwissen zu untermauern. Im Bereich Bautechnik werden ihnen  Kenntnisse und Fähigkeiten zum selbständigen Mauern und Tapezieren vermittelt.

Seit dem Schuljahr 2002/2003 gilt ein neuer Rahmenlehrplan "Wirtschaft-Arbeit-Technik" (WAT)!